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So optimieren Sie ihre Seite Onpage richtig

Onpage Optimierung

Widmen wir uns zuerst dem derzeit wichtigsten Kapitel der Suchmaschinenoptimierung, der Onpage Optimierung. Im voran gegangenen Kapitel "Grundlagenwissen SEO" hatte ich bereits einiges zu den Begrifflichkeiten erläutert. Bei den Maßnahmen handelt es sich um alles was direkt auf der Website an Änderungen für eine Suchmaschinenoptmierung vorgenommen wird.

Diese Aussage macht der derzeit größte Suchanbieter im World Wide Web: „Suchmaschinenoptimierung macht es oft notwendig, kleine Anderungen auf Teilen der Website durchzufuhren. Wenn man diese Anderungen jeweils fur sich allein betrachtet, mogen sie nur wie kleine Verbesserungen wirken, aber wenn sie mit den anderen Optimierungsmaßnahmen kombiniert werden, konnen sie eine deutliche Wirkung auf Nutzer eurer Site und das Abschneiden in der organischen Suche haben. „ (Google: Einführung in die Suchmaschinenoptimierung, 2011)

Nachfolgend führe ich alle Schritte auf, die Sie in dieser Reihenfolge für eine gelungene Optimierung abarbeiten sollten.

seo

Metadaten und Title

Im nicht sichtbaren Bereich einer Website, dem, findet man die Meta-Angaben. Diese sind außer dem Title-Tag für einen korrekten Quellcode nicht notwendig, jedoch für eine Suchmaschinenoptimierung unerlässlich. „In Meta-Angaben können Sie verschiedene nützliche Anweisungen für Web-Server, Web-Browser und automatische Suchprogramme im Internet ("Robots") notieren. Meta-Angaben können Angaben zum Autor und zum Inhalt der Datei enthalten.“ (Roland Skop: SELFHTML, 2007)

  • <title>Seitentitel</title> Der Titel einer Seite soll dem Nutzer aufzeigen um welchen Inhalt es auf dieser Seite geht. Ein kurze, einzigartige aber aussagekräftige Beschreibung die in den SERP's als Linktext zur eigenen Seite angezeigt wird.
  • <meta name="description" content="Beschreibungstext"> Die Meta-Description beinhalten eine zusätzliche kurze Beschreibung des Inhalt einer Seite. Überdies werden diese Informationen zum Teil in den Suchergebnissen unter dem Link zur jeweiligen Website ausgegeben.
  • <meta name="keywords" content="[Wortliste]"> Schlüsselwörter englisch Keywords beinhalten eine Auflistung der wichtigsten Stichworte des Inhalt. In wie fern diese heut zu Tage noch Einfluss haben, ist jedoch offen.
  • <meta name="robots" content="index, follow"> Mit dieser Angabe kann Crawlern mitgeteilt werden das ein Durchsuchen ausdrücklich gewünscht wird. Ebenso könnte man hier natürlich mit 'noindex' ein Indexieren verhindern. Die meisten Suchmaschinen halten sich auch an diese Angaben.
  • <link rel="canonical" href="url"> Falls bei dynamisch erstellten Seiten gleiche Inhalte über mehrere URL's abgerufen werden können, empfiehlt es sich dem Crawler eine bevorzugte Seite mitzuteilen. Dies wäre die so genannte konische URL und verhindert das indexieren von doppeltem Inhalt.

Website-Struktur

Üblicherweise verwendet man am eigenen PC zum Speichern von Dateien und Ordnern verständliche Namen um ein späteres Auffinden möglich zu machen. Diese Logik setzt sich auch beim Aufbau einer Website fort. Eben diese Orientierungshilfe soll dem Nutzer helfen besser zu navigieren. Außerdem lassen sich Links zur betreffenden Internetseite besser setzen. Der Pfad zur jeweiligen Seite wird im Suchergebnis mit angezeigt. Es sollten also einige Punkte Beachtung finden. Zusammen gefasst heißt dies:

  1. verständliche und auf den Inhalt zutreffende Datei- und Ordnernamen
  2. Verzicht auf angehängte Parameter und Session-ID
  3. keine zu tiefe Orderstruktur
  4. kurz und prägnante Datei- bzw. Ordnernamen und keine Anhäufung möglicher Keywords
  5. Hierarchisch geordnete Struktur je nach Gewichtung des Inhalt der Seiten

Interne Links sind Verweise bzw. Hyperlinks mit Zielen die sich innerhalb des jeweiligen Webprojektes bewegen. Diese ermöglichen es dem Besucher, sich zwischen den einzelnen Seiten zu bewegen und die gewünschten Inhalte zu finden. Ohne Hyperlinks wäre das World Wide Web nicht zu dem geworden was es heute ist. Zusammen gefasst werden diese Links meist in einer Navigation. Daher stellt sie eines der zentralen Elemente einer Seite dar. Entsprechendes Augenmerk sollte für eine Optimierung gelegt werden. Ausgangspunkt der Navigation stellt immer die Startseite bzw. in nahezu allen Projekten die Index-Seite dar. Viele Besucher nutzen diese als Einstiegsseite. Von hier aus verzweigend folgen die Unterseiten. Ähnlich dem Besucher versucht die Suchmaschine den Links zu folgen und die Gewichtung der einzelnen Seiten einzuordnen. Bei wenigen Unterseiten wäre eine direkte Verlinkung von der Startseite sinnvoll. Handelt es sich jedoch um ein Projekt mit mehr als einer Hand voll, sollte die Navigation in Kategorien und Unterkategorien aufgeteilt werden. „Je mehr interne Links auf eine Seite verweisen, Umso höher ist das Gewicht dieser Seite. […] Verweisen sehr viele Seiten auf nur eine Seite, bekommt diese mehr Bedeutung zugerechnet“ (Irina Hey: Interne Verlinkungsstruktur und -Strategie, 2014)
Nach dem sinnvollen Aufbau der Hierarchie findet ein Nutzer mit nur wenigen Klicks zum gewünschten Inhalt. Neben der Hauptnavigation lassen sich weitere nützliche Elemente in eine Website einbauen. So zum Beispiel eine so genannte Brotkrumen- Navigation. Möglichst über dem Inhalt angeordnet hat ein Besucher die Ebene im Blick, in der er sich eben befindet. Weiterhin lässt sich mit einem Klick auf eine höhere Ebene in dieser Kategorie navigieren.
Jeder verwendete Link sollte im Ankertext eine kurze aber treffende Beschreibung des Inhalt der Seite haben, zu der dieser zeigt. Nach Möglichkeit verwendet man diesen Text nur für eine einzige Seite, um die Besucher nicht zu verwirren. Vermeidet man Bilder in den Links erleichtert man selbstverständlich dem Crawler das Verarbeiten, denn Bilder können von Maschinen nur schwer gelesen werden.

Content

Seit einiger Zeit ist der Spruch Content is King häufiger zu hören. Nicht ohne Grund. User und auch Google lieben hochwertige und einzigartige Inhalte. Denn eben wegen dieser Inhalte hat ein User auch diese Website besucht und erwartet eine Befriedigung seiner Bedürfnisse. Google möchte natürlich im Voraus einem Suchenden Inhalte anbieten, vom dem sie glauben diese stimmen mit dem Gesuchten überein. Hier kann man wieder das bereits im Voraus genannte Beispiel für eine Suche nach Schuhen in Leipzig nennen. Der Inhalt einer gesuchten Seite sollte sich also bestenfalls um Schuhangebote in Leipzig und nicht um einen reinen Onlinehandel drehen. Also stellen wir unseren Content auf das anvisierte Ziel ein, sprich wir erstellen relevanten Content. Doch wie sieht relevanter Content eigentlich aus? Ein Text gespickt mit den passenden Keywords und fertig? Dies wäre zwar ein Anfang, aber so leicht kommt man leider nicht zum Erfolg. Der erstellte Inhalt sollte schon ein paar Kriterien erfüllen. Zum einen wollen wir den User auf unserer Seite halten. Daher ist Kreativität gefragt, denn langweilig verursacht eher eine kurze Besuchsdauer und eine hohe Absprungrate. Diese Faktoren wirken negativ auf unser SEO. Zum anderen wollen wir der Suchmaschine auch das gewünschte Futter bereit stellen. Und eine Maschine ist ohne Emotionen, sondern folgt klaren Regeln. Und nach diesen klaren Regeln lässt sich auch unser Text aufbereiten. Durch die Anzahl der enthaltenen Keywords im Verhältnis zur Textlänge berechnet die Suchmaschine eine Relevanz zum gesuchten Begriff. Dies lässt sich sogar in einer einfachen Formel festhalten: WDF * IDF

Jedoch sei an dieser Stelle auf das Thema Termgewichtung nicht näher eingegangen, um nicht den Rahmen zu sprengen. Ein weiteres Kriterium beim Erstellen von Inhalten, ist deren Einzigartigkeit und ein Vermeiden von Duplicate Content (deutsch doppeltem Inhalt) innerhalb eines Webprojekt. Sprich auf unterschiedlichen URL's sollte sich ein Inhalt nicht wesentlich ähneln oder gar wiederholen. Bei manuell erstellten Websites ist dies sicher kein Problem. Anders sieht es bei dynamischen Seiten aus. Und selbst wenn der Text von Hand erstellt wird, wie beispielsweise eine Artikelbeschreibung in einem Onlineshop, so siegt häufig die Bequemlichkeit. Man tauscht nur ein paar Textphrasen und meint es fällt schon keinem auf. Leider handelt es sich bei einer Suchmaschine um ein Programm, und dies stellt Unterschiede durch einfache mathematische Berechnung in Bruchteilen einer Sekunde heraus. Ein absolutes No-Go stellt das Kopieren von Inhalten anderer Webprojekte dar. Hier haben wir neben dem negativen SEO-Einflüssen auch noch eine Urheberrechtsverletzung.

Über einem guten Inhalt steht auch eine gute Überschrift! Diese stellt den ersten Blickfang unserer Besucher dar und bietet bereits eine Einleitung auf das was Ihn erwartet. Die Verwendung des Überschriften-Tags bringt die notwendige Struktur in unser Dokument und lenkt den Nutzer. Verwendung findet hier <h1> bis <h6>, wobei <h1> als Hauptüberschrift nur einmal je Seite verwendet werden soll.

Zusammen gefasst heißt guter Content so viel wie:

  • gut leserliche und strukturierte Texte
  • frei von Rechtschreibfehlern
  • einzigartiger und fesselnder Inhalt
  • optimale Termgewichtung
  • semantische und passende Überschriften

Bilder

Wer kennt das Sprichwort nicht: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“? Leider trifft dies im Punkte Suchmaschinenoptimierung nicht ganz zu. Suchmaschinen tun sich nämlich extrem schwer damit, den Inhalt eines Bildes zu verstehen. Umso wichtiger ist es für SEO, diesen Inhalt auf andere Art und Weise mit zu teilen. Im wesentlichen sollte man dies wie folgt tun:

  • Verwendung des ALT-Attribut im IMG-Tag
  • sprechende Dateinamen
  • im Web gebräuchliche Dateiformate
  • Verwendung eines Bilder-Sitemap (XML-Sitemap)
  • Reduzieren von Dateigrößen auf ein Minimum

Vielleicht sind Flash-Animationen keine Bilder, aber an dieser Stelle mit erwähnt. Für gutes SEO sollte man auf deren Nutzung verzichten. Begründet wird dies durch lange Ladezeiten und das der Crawler den Inhalt nicht auslesen und verstehen kann. Hinzu kommt das immer mehr mobile Endgeräte im Browser kein Flash verarbeiten können. Somit wird die Seite im schlimmsten Falle aus dem Zusammenhang gerissen und es droht eine hohe Absprungrate.

Crawlerangaben

Das nicht alle Angaben auf einem Webprojekt für den User sichtbar sind wurde im Punkt 4.1.1. Metanangaben bereits erwähnt. Diese nur für die Suchmaschine gedachten Informationen helfen dem Programm Inhalte richtig zu verstehen. Neben den bereits genannten Metadaten seien hier weitere Instrumente genannt um das Crawlen einer Seite zu steuern:

  • XML-Sitemap ist eine Datei im XML-Format mit einer umfassenden Auflistung aller Dateien einer Website. Jeder einzelnen URL können hier weitere Informationen wie Priorität, Datum der letzten Änderung und voraussichtliche Häufigkeit von Änderungen am Dokument mitgegeben werden.
  • Robots.txt ist eine reine Textdatei mit Informationen für den Crawler. So lässt sich das Crawling gezielt einschränken oder gar nicht erwünschte Seiten aus dem Index entfernen. Ein weiteres Plus ist die Angabe des Pfad zu unserem XML-Sitemap. Beim Erstellen ist allerdings absolute Vorsicht geboten. Ein falsches Zeichen und die gesamte Seite wird nicht mehr indexiert. Die Ursache findet man jedoch schwer und meist erst wenn es zu spät ist.
  • Rich Snippets sind Auszeichnungen von Inhalten die in bestimmten Markup-Formaten vorgenommen werden. Folgende werden derzeit durch Google unterstützt: Mikrodaten, Mikroformate und RDFa. Inhalte die mit Markup gekennzeichnet werden können sind beispielsweise Bewertungen, Produkte, Rezepte oder Personen. (Jeremy Lubin: Über Rich Snippets und strukturierte Daten, 2014)

Korrekter Quellcode und Seitenladegeschwindigkeit

Für ein gutes SEO müssen auch ein paar technische Aspekte erfüllt sein. Schließlich optimieren wir unsere Website für eine Maschine und müssen Standards einhalten, damit diese besser und schneller indexieren kann. Zu diesem gehört ein valider Quellcode nach den Vorgaben des W3C, welcher ein gewisses Qualitätsmerkmal darstellt. Eine korrekte Semantik ist das I-Tüpfelchen bei der Erstellung des Quelltext. Hier eignet sich vor allem HTML5 mit seinen neu eingeführten Elementen. Elemente wie <header>, <footer>, <nav> oder <section> helfen die DOM-Struktur übersichtlicher und nach Inhalten zu gliedern. Entsprechend der Verschachtlung oder Anordnung können Beziehung zwischen einzelnen Tags hergestellt werden. Mehrere Artikel auf einer Seite könnten aus Sicht der Suchmaschine plötzlich einen völlig anderen Bezug zueinander bekommen ohne visuelle Gesichtspunkte berücksichtigen zu müssen.

Viele Webentwickler verkennen auch die Macht einer schnellen Ladegeschwindigkeit. Da sitzt man nun als Webdesigner in seinem Büro und freut sich mit seiner 25 Mbit/s Internetflat was für ein tolles Projekt man ins Web gestellt hat. Vergessen werden User in ländlichen Gegenden mit einer Internetverbindung von geringer Bandbreite oder mobile Nutzer. Diese verbringen gefühlte Stunden mit Warten bis sich gleiches Projekt im Browser öffnet. Diese etwas zynische Darstellung ist leider Alltag und noch nicht bei allen angekommen. Doch wie spiegelt sich dies bei der Platzierung in den Suchergebnissen wieder. Zum einen ist eine höhere Absprungrate zu erwarten. Wer will schon ewig warten und klickt daher zurück zur Suchmaschine innerhalb von Sekunden. Zum anderen läßt ein von Google eigens erstellter PageSpeed Insights Test unter https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/ Rückschlüsse zu, das dies bereits zu einem Rankingfaktor geworden ist.

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